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Tiere in Not Ibiza e.V.

Barbara und Carlos Nowotny
Appartado de correos EC 60
E-07830 Sant Josep de sa Talaia
Ibiza Islas Baleares España
Telefon +34 970 800 388
WhatsApp +34 662 115 765

E-Mail: info@tini-ev.de
Vereinssitz:
Ludwigstr. 114
D-70197 Stuttgart

Situation der Tiere auf Ibiza

Zu Beginn möchten wir die oft elende Situation der streunenden Hunde auf Ibiza schildern. Immer wieder werden Tiere ausgesetzt oder sich selbst überlassen – darunter alte, kranke, verletzte oder schwangere Hunde –, die ohne Hilfe kaum eine Chance auf ein Überleben haben. Für viele von ihnen ist die Straße kein Übergang, sondern ein dauerhaftes Schicksal, geprägt von Hunger, Angst und Unsicherheit.

Eine wichtige Rolle in der Versorgung dieser Tiere spielen die von den Gemeinden geführten Auffangstationen auf der Insel. Dort arbeiten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich unter schwierigen Bedingungen daran, Fundtiere aufzunehmen, medizinisch zu versorgen und ihnen – wenn möglich – eine Vermittlungschance zu geben. Diese Arbeit bildet einen unverzichtbaren Teil des Tierschutzsystems auf Ibiza und verhindert für viele Hunde ein noch schlimmeres Schicksal. Ergänzend dazu gibt es eine große Anzahl privater Tierschutzorganisationen und ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die sich mit großem Engagement um ausgesetzte, verletzte oder unerwünschte Hunde kümmern und einen entscheidenden Beitrag zum Tierschutz auf der Insel leisten.

Im Zentrum dieser privaten Tierschutzarbeit steht TINI – Tier in Not Ibiza. Über viele Jahre hinweg hat sich die Organisation mit großem Einsatz für Hunde in Not eingesetzt. Hunde wurden aufgenommen, medizinisch versorgt, gepflegt und Schritt für Schritt auf ein neues Leben vorbereitet. Hinter jeder einzelnen Rettung stehen unzählige Stunden an Arbeit, Organisation, emotionaler Belastung und nicht selten auch erhebliche finanzielle Aufwendungen, die vollständig von TINI getragen wurden.

Über viele Jahre war zudem Can Dog ein zentraler Bestandteil dieser Strukturen. Die Einrichtung war im Auftrag der Gemeinden als Tierfangdienst tätig und übernahm gleichzeitig die Aufnahme von Fund- und herrenlosen Hunden. Für zahlreiche Tiere war Can Dog die erste Station nach dem Einfangen – ein Ort, der unter Tierschützerinnen und Tierschützern stark kritisiert wurde und über viele Jahre hinweg im Fokus von Diskussionen und Kontroversen stand. Für viele bedeutete dieser Ort nicht Hoffnung, sondern für viele bedeutete dieser Ort Elend. Nach langjährigen Diskussionen, Kontrollen und anhaltender Kritik wurde Can Dog schließlich geschlossen. Für viele im Tierschutz war dies ein lange erkämpfter und bedeutender Schritt.

Für TINI bedeutete die Arbeit im Zusammenhang mit Can Dog über Jahre hinweg einen ständigen Kampf um jedes einzelne Leben. Immer wieder haben wir Hunde von dort übernommen oder freigekauft – teilweise auch gegen erhebliche finanzielle Mittel von TINI –, um ihnen den Weg in ein besseres Leben zu ermöglichen. Mit großem Einsatz, Beharrlichkeit und persönlichem Engagement gelang es ihr immer wieder, Türen zu öffnen und Hunde in Sicherheit zu bringen. Dies bedeutete jedoch auch einen großen finanziellen Aufwand für TINI, da für jeden einzelnen Hund bei Can Dog Kosten für Übernahme, Versorgung oder Freikauf entstanden.

Smoky – Der kleine Ausreißer, der immer nur nach Hause wollte ❤️🐾

„Manche Hunde suchen ein Zuhause. Smokey wusste schon immer, wo seines ist.“

Es gibt Geschichten, die zeigen, warum wir Tierschutz machen. Geschichten, die uns bis heute berühren. Smokys Geschichte ist eine davon. Smoky ist heute 14 Jahre alt. Ein kleiner Terrier-Mischling mit klugen Augen, großem Herzen und einer Persönlichkeit, die man niemals vergisst. Doch sein Leben begann alles andere als glücklich.

Gemeinsam mit seinem Bruder Peppy und weiteren Geschwistern wurde Smokey in der Perrera Can Dog geboren – einem Ort, an dem damals immer wieder Hunde gezüchtet wurden. Kurz nach ihrer Geburt erreichte uns die schreckliche Nachricht: Die Welpen waren an Parvovirose erkrankt. Eine Krankheit, die gerade für Welpen oft einem Todesurteil gleichkommt.

Eine engagierte Kontaktperson zögerte keine Sekunde, löste die Welpen dort aus und brachte sie sofort in eine Tierklinik. Vierzehn Tage lang kämpften die Tierärzte um ihr Leben. Tag und Nacht. Immer wieder stand alles auf der Kippe.

Doch mit jeder kleinen Verbesserung wuchs auch die Hoffnung.

Als Smoky und Peppy schließlich zu TINI kamen, waren sie zwar am Leben – aber weit davon entfernt, gesund zu sein. Die beiden wollten nicht fressen, hatten kaum Kraft und mussten mühsam wieder aufgepäppelt werden. Jeder Bissen war ein kleiner Sieg. Mit viel Geduld, Liebe und Blättermagen gelang es schließlich, ihren Lebenswillen wieder zu wecken.

Nach vielen Wochen war das Wunder geschafft: Aus zwei todkranken Welpen wurden lebensfrohe kleine Hunde.

Als die beiden alt genug waren, fanden sie Familien in Deutschland. Peppy zog zu einer langjährigen Adoptantin nach Stuttgart. Smokey durfte nach Kassel reisen. Doch sein großes Abenteuer begann bereits am ersten Abend.

Nach seiner Ankunft wurde Smoky zum letzten Lösen in den Garten gelassen. Leider war er nicht ausreichend gesichert – kein Sicherheitsgeschirr, keine Schleppleine. Durch eine kleine Lücke im Zaun zwängte sich der junge Hund hindurch und verschwand im Wald. Von einer Sekunde auf die andere war Smoky spurlos verschwunden.

Seine neue Familie suchte verzweifelt. Seine Transporttasche wurde aufgestellt, Futter ausgelegt, Suchaktionen organisiert. Immer wieder gab es Sichtungen – doch einfangen ließ sich der kleine Hund nicht.

Nach einer Woche machte sich sogar sein Bruder Peppy gemeinsam mit seiner Adoptantin auf den fast 500 Kilometer langen Weg von Stuttgart nach Kassel. Die Hoffnung war groß, dass Smoky beim vertrauten Geruch seines Bruders auftauchen würde.

Doch auch dieser Rettungsversuch blieb erfolglos. Für TINI war klar: Aufgeben ist keine Option. Also setzte sich Sonja, die Smoky als Welpe gesund gepflegt, großgezogen und begleitet hatte – ins Flugzeug und reiste von Ibiza nach Deutschland.

Kaum war sie im Wald angekommen und rief seinen Namen, geschah etwas, das allen bis heute Gänsehaut bereitet. Keine Minute später kam Smoky direkt aus dem Wald auf sie zugelaufen. Er hatte genau gewusst, auf wen er all die Tage gewartet hatte.

In diesem Moment wurde allen klar, dass Smokys Herz bereits längst entschieden hatte. Gemeinsam traten Sonja und Smoky die Reise zurück nach Ibiza an – mit dem Zug, dem Flugzeug und unendlich vielen Emotionen im Gepäck. Seit diesem Tag sind die beiden unzertrennlich. Smoky ist heute nicht einfach nur ein Hund – er ist ein fester Bestandteil von TINI und ein unverzichtbarer Helfer.

Mit seiner ruhigen, souveränen Art begleitet er neue oder ängstliche Hunde. Er fährt mit zum Tierarzt, begleitet Transporte und sogar Fahrten zum Flughafen. Wo andere Hunde Angst haben, strahlt Smoky Ruhe und Sicherheit aus. Er hilft den Schwächsten dabei, Vertrauen zu fassen – ganz selbstverständlich und mit einer Geduld, die man kaum in Worte fassen kann.

Abends fährt er mit Sonja nach Hause. Dort kann er auch mal entspannt alleine bleiben. Doch eines hat sich nie verändert: Smoky möchte nur dort sein, wo Sonja ist. Nicht aus Angst. Sondern aus tiefem Vertrauen.

Manchmal glauben wir Menschen, wir würden für Hunde ein Zuhause aussuchen. Smoky hat uns gezeigt, dass manchmal der Hund selbst längst weiß, wo er hingehört.

Für uns ist seine Geschichte weit mehr als eine außergewöhnliche Rettungsaktion. Sie erinnert uns jeden Tag daran, warum wir niemals aufgeben. Warum wir um jedes einzelne Leben kämpfen.

Warum wir auch dann noch alle Hebel in Bewegung setzen, wenn andere längst sagen würden: „Es hat keinen Sinn mehr.“ Denn Tierschutz bedeutet für uns nicht nur, Hunde zu retten. Tierschutz bedeutet, den Ort zu finden, an dem eine Seele wirklich ankommen darf. Und genau dort sind Peppy und Smoky heute.

Happy End! Beide haben den Sprung ins neue Leben geschafft!

Besonders hervorzuheben ist Margit, die über viele Jahre hinweg unermüdlich vor Ort gekämpft hat. Sie führte Gespräche, diskutierte, bat eindringlich um die Herausgabe einzelner Hunde, wurde abgewiesen und kam dennoch immer wieder zurück. Mit großem Einsatz, Beharrlichkeit und persönlichem Engagement gelang es ihr immer wieder, Türen zu öffnen und Hunde in Sicherheit zu bringen. Dies bedeutete jedoch auch einen großen finanziellen Aufwand für TINI, da für jeden einzelnen Hund bei Can Dog Kosten für Übernahme, Versorgung oder Freikauf entstanden. Ihr Einsatz stand dabei stets im Zeichen eines einzigen Ziels: jedem Hund eine zweite Chance zu geben.

Ihr Engagement steht beispielhaft für den täglichen Kampf, den Tierschutz auf Ibiza oft bedeutet.

Diese Erfahrungen haben TINI nachhaltig geprägt. Sie zeigen deutlich, wie unterschiedlich die Bedingungen für Hunde auf Ibiza sind: Während einige Tiere in den kommunalen Einrichtungen versorgt werden, sind viele weiterhin auf private Hilfe, Spenden und den unermüdlichen Einsatz von Tierschutzorganisationen angewiesen, um überhaupt eine Chance auf ein würdiges Leben zu erhalten.

Hansi kam als kleiner Welpe vollkommen erschöpft, verhungert und dehydriert zu TINI
Mit viel Mühe und Einsatz konnten wir gemeinsam mit der Tierärztin sein Leben retten.
Bei TINI hat sich Hansi zu einem gesunden und lebhaften Junghund entwickelt.
Hansi, jetzt ein Prachtexemplar, ausgewachsen und fertig zur Vermittlung!
Hansi mit seinem neuen Hundefreund in Deutschland
Happy End
Babsi total verwahrlost! So mussten wir sie aus Can Dog raus kaufen! So sah sie bei der Ankunft aus, wir und unsere Tierärztin waren entsetzt über ihren schlechten Zustand.
Gemeinsam mit unserer Tierärztin und unserer Hundefrisörin Laura haben wir ein Wunder bewirkt.

Am Anfang war die kleine Hündin sehr misstrauisch und bissig, aber mit viel Liebe und Geduld ist sie nun ein Traumhündchen und lebt inzwischen in Deutschland bei einer tollen Familie. Die folgenden Bilder zeigen Irja, eine verwahrloste Straßenhündin, die in diesem Zustand zu TINI gebracht wurde:

Nach ein paar Monaten: Bis sich aus solch einem armen Geschöpf so eine Schönheit entwickelt, dauert sehr lange und kostet viel Geduld und Geld.

Darum liebe TINI-Freunde sind wir immer wieder auf Spenden angewiesen.

All diese Geschichten sind aus der Vergangenheit, aber die neuen Zugänge haben wir auf Neues gezeigt und beschrieben und diese bringen uns immer wieder an unsere Grenzen. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin, damit wir unserem Moto gerecht werden können: „Wenn nicht wir – wer dann?“

Ibiza: Bei TINI sind Tiere glücklich

Barbara, Margit, Frau und Herr Flier, Carlos