Hallo TINIs!Wir sind die Tiereltern von Shari (früher Grace) und ich möchte hier nochmals ganz dringlich alle Tiereltern bitten ihre Hunde durch ein handelsübliches Medikament (z.B. Espot) gegen Zecken zu schützen. Beim TINI-Treffen wurde auch darüber gesprochen und viele sprachen sich gegen solch einen Zeckenschutz aus, weil es für die Tiere ziemlich ungesund sei. Unsere Shari hat aber den Biß der Auwaldzecke oder Herbstzecke (Erkrankung: Babesiose oder Hundemalaria) nur um Haaresbreite überlebt. Shari bekommt gutes, ausgewogenes Futter, selbstgekocht mit ausreichend Gemüse, wir füttern auch rohes Fleisch, abends etwas Trockenfutter, Quark, Joghurt, eben von allem etwas, sie geht täglich drei Stunden spazieren, müßte also ein gutes Imunsystem haben. Wir hatten die Gabe von Expot ca. 1 Woche überzogen, weil ich sowieso zum Tierarzt mußte und eine Woche doch auch nicht so schlimm sein könne, da sie ja angenommerweise ein gutes Imunsystem hatte. Shari war dann vor etwa zwei Monaten etwas schlapp beim morgentlichen Spaziergang mit ihren Freundinnen. Das war donnerstags. Ich bezog dies aufs Wetter, da es hier ziemlich heiß war. Tagsüber machte sie einen eher trägen Eindruck. Freitags wollte sie gar nicht raus aus ihrem Körbchen und war wirklich schlapp. Ich fuhr mit ihr zum Arzt, der zunächst annahm sie habe sich einen Virus oder etwas in der Art eingefangen. Er spritzte ihr ein allgemeines Antibiotikum und meinte wir müßten samstags wieder kommen. Er nahm ihr noch Blut ab, alle Werte waren ganz schlecht, der Hund war ganz grau. Eine weitere Blutprobe schickten wir in ein Labor, damit es dort auf Tropenkrankheiten getestet werden konnte. Samstag keine Besserung, sie bekam dasselbe Medikament gespritzt. Sonntag keine Besserung eher Verschlechterung. Der Hund war jetzt ganz gelb, nahm keine Nahrung und Wasser zu sich, stand nicht mehr auf. Ich durchsuchte das Internet und kam auf Babesiose. Mit diesem Befund und Shari fuhren wir sonntags wieder zum Tierarzt, der Gott sei Dank zwischenzeitlich zum selben Ergebnis gekommen war und auch ein ensprechendes Medikament vorrätig hatte. Er meinte das Blutergebnis aus dem Labor sei zwar noch nicht da, aber wir hätten keine Zeit mehr und müssten sofort handeln. Shari fraß und trank über eine Woche nichts, wir flößten ihr mit einer großen Spritze immer wieder nötige Nahrungsflüssigkeiten ein. Ihr Urin war rostfarbend und sie konnte nur liegen, sie war so furchtbar schwach. Ich habe so geheult und gedacht sie stirbt uns. Und auch der Arzt war nicht mehr besonders hoffnungsvoll, hat uns aber sehr unterstützt. Hätten wir erst gehandelt, als der Urin schon verfärbt war, hätten wir keine Chance mehr gehabt. Shari erholte sich nach und nach , bekam nach zwei Wochen noch eine Spritze mit dem Medikament, obwohl der Hersteller angibt, ein Dosis würde reichen, der Tierarzt aber doch etwas anderer Ansicht war, vor allem unter Berücksichtigung Sharis Zustandes. An dieser Stelle ein dickes Lob an unseren Tierarzt.Shari hat noch einmal Glück gehabt und ist jetzt nach über 2 Monaten wieder das alte wilde, verspielte und einfach nur lebendige Hundemädchen wie vorher. Ihr sämtlichen Schleimhäute wurden gelb und es hat einige Zeit gedauert bis ihr Urin wieder klar war. Ihr Fell sieht immer noch etwas stumpf und fleckig aus aber sie hat wieder Hunger und ist schmusig und anhänglich wie nie. Nicht mehr um einen Tag schiebe ich die Gabe von Expot heraus und ich rate jedem das gleiche zu tun. Unter www.zeckenfilm.de kann man sich die Auwaldzecke ansehen, die sich wie wild verbreitet. Ich danke Gott das Shari überlebt hat und auch unsere andere Hündin hätte ihre inzwischen liebgewonnene Freundin sehr vermisst.Wir haben vor zwei Wochen wieder Sharis Blut untersuchen lassen, sie hat leider keine Antikörper gebildet, d.h. sie kann jederzeit wieder erkranken, wir wollen es nicht hoffen. Der Arzt sagt, es gibt eben Hunde die Antikörper bilden und andere nicht.Wir hoffen, dass euch so eine Erfahrung erspart bleibt und binJana & Marcus